Das richtige Anheizen, Heizen und das Holz

Tipps....

... zum Anheizen für alle Feuerstätten:

Luftzufuhr ganz öffnen, in die Mitte der Brennkammer einige Stücke Anzündholz auf den Rost legen, darauf einige Stückchen handelsüblichen Kohle- oder Grillkohleanzünder legen (gibt es in jedem Baumarkt) und mit langen Streichhölzern oder langstieligem Feuerzeug anzünden. Nach vollständigem Anbrennen der Anzünder darüber wieder einige Stücke Anzündholz geben, dabei darauf achten, dass die Flamen der Anzünder nicht erstickt werden. Von Anzünden mit Zeitungspapier ist abzuraten, auf keinen Fall Brandbeschleuniger, wie Spiritus, Benzin o.ä. verwenden, Explosionsgefahr! Nach Anbrennen des Anzündholzes und Glutentwicklung kleineres Scheitholz nachlegen und die Scheitholzgröße nach und nach steigern.

... zum Heizen:

Heizen mit Holz erfordert eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff aus der Luft, damit die austretenden Gase optimal verbrennen können. Die Drosselung der Luftzufuhr und dadurch erreichbare Verbrennung auf „kleiner Flamme“ führt zu unvollständiger Verbrennung und Ablagerung der Schwelgase in Verbindung mit Teer im Schornstein. Über kurz oder lang versottet der Schornstein und muss aufwendig saniert werden. Es ist ebenso unsinnig den Kamin bis obenhin zu füllen und möglichst dicke Stücke einzulegen, damit er länger brennt. Zum einen kann eine zu große Hitzeentwicklung zur Schädigung des Kamins führen zum anderen kann keine optimale Verbrennung erzielt werden. Auch das Gegenteil, aus Spargründen wenig Holz nachzulegen ist falsch, da jeder Kamin eine bestimmte Betriebstemperatur zum richtigen Brennen benötigt, die mit nur einem Holzscheit nicht mehr erreicht werden kann und in beiden Fällen sind die Rauchgaswerte schlecht. Als Faustregel gilt, auf die Grundglut nur eine Lage Kaminholz (ca. 2 kg) aufzulegen. Hersteller und Ofenbauer geben ihnen gerne Informationsmaterial und Auskunft über die richtige Menge für ihren Kamin.

... zum Holz:

wie schon mehrfach erwähnt ist nur unbehandeltes, trockenes Holz mit einer Restfeuchte bis zu 20% ein Garant für optimale Energieausbeute und saubere Verbrennung. Feuchtes Holz schädigt Umwelt und Schornstein.
Verschiedene Holzsorten haben unterschiedliche Brennwerte. Im Allgemeinen sollte man sich von den Gedanken frei machen, dass nur Buche oder Eiche mit ihren hohen Heizwerten verbrannt werden sollten. Ahorn, Esche, Kirsche, Robinie sind ebenfalls ausgezeichnete und gleichwertige Heizhölzer., Bei gelegentlichem Heizen mit dem Kamin spricht nichts gegen die Verwendung von Buche oder Eiche, im Dauerbetrieb aber sollte er mit gemischten Hölzern betrieben werden, damit er nicht ständig unter Volllast brennt, denn vergleichbar fährt kein vernünftige Mensch sein Auto nur mit Vollgas. Nadelholz, Birke und Erle sind zum Anheizen für die schnelle Hitzeentwicklung bestens geeignet, später kann dann abwechselnd Buche, Eiche, Ahorn, Esche, Kirsche, Robinie nachgelegt werden.

Schlussanmerkung:

Der Kamin ist keine Müllverbrennungsanlage im Kleinformat. Pappe, Papier, jede Art von behandeltem Holz, Spanplatten und Plastik und Textilien haben im Kamin nichts zu suchen. Deren Verbrennung erzeugt gesundheitsgefährdende Schadstoffe ist daher verboten und wird bestraft. Der Schornsteinfeger hat ein offenes Auge für solche Umweltsünden, für den steinharten Schornsteinbelag entstanden aus Säuretropfen, Abgasen und Wasserdampf.

Bei richtigem Heizen muss der Schornsteinfeger manchmal sogar nicht einmal Ruß aus dem Schornstein herausfegen und jeder Betreiber kann ruhigen Gewissens sicher sein.

Noch ein Wort:

Viele Heizholznutzer sind beim Ankauf von Brennholz unsicher über die gelieferten Mengen und Bezeichnungen. Hierzu einige Erläuterungen:

Der Festmeter (Fm) ist die Maßeinheit für Massiv- und Stammholz. Der Festmeter entspricht dem Kubikmeter.

Ein Ster ist der Begriff für geschichtete Meterstücke im Format 1m x 1m x 1,04m. Wird der Ster zu Kaminholz verarbeitet, d.h. geschnitten und gespalten auf 33 cm Länge ergeben sich 1,2 Raummeter Kaminholz.

Der Raummeter (Rm) ist die Maßeinheit für fertiges Kamin- oder Scheitholz, für Schichtholz (Bretter) und kurzes Stammholz. Der Raummeter entspricht umgerechnet 0,7 Kubikmetern (m³) Vollholz. Der Raummeter ergibt vernünftig gestapelt im Umfang 1 Kubikmeter (drei Scheite 33cm lang hintereinander, 1m hoch, 1m breit, eng gestapelt 90 cm hoch).

Der Schüttraummeter (SRm) ist die Maßeinheit für geschüttetes Kaminholz, wie Hackschnitzel, Späne und Pellet. Der Schüttraummeter entspricht 0,7 Raummeter oder umgerechnet 0,5 Kubikmeter (m³) Vollholz. Der Begriff Schüttraummeter wird zukünftig ersetzt durch den Schüttkubikmeter (SKM).

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